Proktologie

Person mit Hämorrhoiden oder Analvenenthrombose

Proktoskopie

 

Bei einer Proktoskopie wird endoskopisch der Anus, der Analkanal und der untere Mastdarm dargestellt. Dabei wird nach Austastung des Afters mit dem Finger ein Proktoskop, ein etwa 15 cm langes offenes Rohr, in den After geschoben, um eine Beurteilung des inneren Mastdarms zu erhalten. Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei und risikoarm. Sie dauert ca. 15 Minuten. Zur besseren Beurteilung ist es empfohlen, vor der Untersuchung auf der Toilette den Darm zu entleeren.

 

Mit dieser Methode können Hämorrhoiden, Fissuren, Condylome, Entzündungen und mögliche Tumore diagnostiziert werden.

Unser Behandlungsspektrum in der Proktologie

Hämorrhoiden

Was sind die Symptome von Hämorrhoiden?

Blutungen, analer Juckreiz, Fremdkörpergefühl, Probleme mit der Stuhlentleerung können Anzeichen einer hämorrhoidalen Erkrankung sein. Ein Darmtumor sollte immer ausgeschlossen werden.

 

Begünstigende Faktoren für Hämorrhoiden:

  • chronische Verstopfung
  • Laxantienabusus (Missbrauch von Abführmitteln)
  • Bewegungsarmut
  • ballaststoffarme oder fettreiche Ernährung
  • Schwangerschaft
  • Stress
  • Alkoholabusus (Alkoholmissbrauch)

Welche Schweregrade von Hämorrhoiden gibt es?

 Hämorrhoiden werden nach Schweregrad und Symptomen klassifiziert:

  • Hämorrhoiden Grad I:
    Hämorrhoiden sind nur proktoskopisch erkennbar; häufige Blutauflagerungen auf dem Stuhl; keine Schmerzen
  • Hämorrhoiden Grad II:
    Hämorrhoiden prolabieren (treten vor) beim Pressen, anschließend Retraktion (ziehen sich wieder von allein in den Analkanal zurück); Schmerzen und Blutung beim Stuhlgang
  • Hämorrhoiden Grad III:
    Die Hämorrhoiden sind prolabiert, aber manuell reponierbar. Beginnende Inkontinenz, geringe Blutung beim Stuhlgang, Juckreiz und Schmerzen.
  • Hämorrhoiden Grad IV:
    Die Hämorrhoiden sind prolabiert, fixiert und nicht mehr reponierbar. Keine oder nur geringe Blutung. Oft tritt starke Schmerzhaftigkeit auf.


Analvenenthrombose

Was ist eine Analvenenthrombose?

Die Analvenenthrombose ist eine sehr stark schmerzhafte und plötzlich auftretende Schwellung im Afterbereich. Äußerlich sieht man einen blauroten oder schwarzen kirschgroßen prallelastischen bis derben Knoten am Analausgang. Eine Analvenenthrombose entsteht durch Blutgerinnsel in kleinen Venen um den After.

 

Auslösende Faktoren sind:

  • thermische Expositionen wie Sitzen auf kalten Flächen oder schwülwarmes Wetter
  • körperliche Anstrengung
  • gesteigerter intraabdomineller Druck wie beim Husten
  • Geburt
  • Hormone
  • Alkohol und Gewürze
  • proktologische Eingriffe
  • Analverkehr

Wie wird eine Analvenenthrombose behandelt?

Therapeutisch stehen neben der äußeren schmerzlindernden Behandlung auch ein Anstechen des Blutgerinnsels unter Betäubung zur Verfügung.


Bei Beschwerden im Bereich des Afters sollten Sie einen Termin in unserer Praxis vereinbaren. Unser Praxispersonal ist erfahren im Umgang mit solchen sensiblen Themen.